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  • Anni und Dany

DIY | Session 1

Aktualisiert: 12. Dez 2019


Neu kaufen war gestern, selbst machen ist heute!

In unserer Rubrik DIY - "Do it Yourself" stellen wir ausgewählte und handgemachte Bau- und Bastelprojekte vor. Wir hauchen alten Möbeln, Sperrmüll und Euro-Paletten ein neues Leben ein. Wenn die Holzspänen fliegen und die Bohrmaschine rattert, laufen wir zur hochform auf. Das Ergebnis ist nicht immer perfekt, hat manchmal anwendungsbezogene Mängel, allerdings erfüllt es uns mit Freude und Stolz, denn wir haben es selbst gemacht.

Für Trödler und Sammler gibt es in der Stadt verschiedene fest eingerichtete Flohmärkte oder auch Anbieter für Antikes und Gebrauchtes. Einer davon ist die Schatzkammer Lübeck in der Wakenitzstraße 14, hier kann man am Freitag und Samstag die bis unters Dach gestapelten Dinge aus unzähligen Haushaltsauflösungen durchstöbern und mit Glück das ein oder andere Schmuckstück finden. Anschließend verputzt man im angrenzenden Trödelcafé noch ein Stück Torte und schlürft eine Tasse heiße Schokolade dazu - herrlich! Ein wunderbarer Ausflug und genau richtig für ein sonnigen Herbsttag.

Die drei Kategorien des Trödels

Nicht immer haben wir beim Trödeln Glück. Vor allem wenn man mit einem konkreten Bauvorhaben auf die Suche geht, wird man beim Wühlen durch die oft schrottigen Trödel-Berge enttäuscht. Denn zugegebenermaßen ist es so, nicht jedes Stück, das man hier findet, ist wirklich schön noch brauchbar. Ich finde, es gibt auf Trödel-Märkten drei Kategorien von Dingen: 1. alt, schön, funktionsfähig und ausbaufähig, leider aber oft versteckt unter einer zentimeterdicken Schicht von Staub (ein alter Holzstuhl z.b., der mit neuem Polster, Bezug und Anstrich zum Glanzstück eines jeden Wohnzimmers avanciert); 2. nicht wirklich alt, nicht wirklich schön, dafür funktionsfähig (eine benutzte Kaffemaschine aus den 90er Jahren - wer mag da schon seinen Kaffee von trinken?); 3. alt, kaputt und so dreckig, dass man den Gegenstand nicht mal in die Hand nehmen mag (z.B. ein alter, zerfranster Teppich). Hinzu kommt die Herausforderung, aus einem Haufen Dinge der Kategorie 2 und 3 das eine Stück in der Kategorie 1 herauszufiltern...

Koffer und Stuhl = Tisch

Auf Pinterest haben wir die Grundidee für unser Vorhaben gefunden, jetzt brauchen wir für die Umsetzung das richtige Ausgangsmaterial. Wir suchen einen alten Koffer und schön geschwungene Stuhlbeine, zusammen soll das ein stylischer Tisch werden, der dann in unsere Ferienwohnung sein neues zu Hause finden wird.

Ran an die Arbeit

Unter dem Carport meiner Eltern beginnt nun die schweißtreibende Arbeit. Das Grün der Stuhlbeine muss ab, das Holz an den Kofferseiten soll freigelegt werden, der Rost am Griff und den Verschlüssen muss weichen und außerdem ist eine Halterung der Stuhlbeine beim Auseinandernehmen kaputt gegangen, so dass Dany sie neu zurechtsägen und anpassen muss.

Ist das Holz erst mal freigelegt, beginne ich die Stuhlbeine und die Rückenlehne neu zu lackieren. Den Acryllack haben wir uns zuvor im Baumarkt in der Farbe unserer Wahl anrühren lassen.

Geduld haben

Das Problem beim Basteln ist die Geduld, der Lack soll mehrere Stunden lang trocknen. Das wissen wir, dennoch hantieren wir stets zu früh mit den frischgefärbten Einzelteilen und verteilen so die Farbe überall. Schließlich erfordert das Ganze dann meist einen zweiten Anstrich und noch mehr Geduld... Ob wir das jemals lernen, ist fraglich....

Die Einzelteile schrauben wir schließlich aneinander und so ist es nach mehreren Stunden endlich geschafft:

Meet Mr. Suitcase Table in waterfront blue!

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