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  • Anni und Dany

Green living | Session 1 - Plastik ist aus! Workshop im Zero-Waste Café in Hamburg


In der Rubrik »Green living« widmen wir uns nachhaltigen Projekten, die wir unterstützenswert finden. Ob Selbstversorger, Handwerkskunst oder Zero-Waste-Initiativen, wir berichten rund um das Thema »Green Living«. Im Fokus dabei stehen Menschen, die unser Interesse geweckt haben. Sie tragen mit ihren Ideen dazu bei, einen Unterschied in der Gesellschaft zu bewirken. Wir nennen sie »Idealisten«, »Optimisten« oder auch scherzhaft-liebevoll »Weltverbesserer«, sie inspirieren dazu, sich auf Dinge zu besinnen, die das Leben bereichern.

»in guter Gesellschaft«

Ein kühler Februarmorgen lädt uns ein, unserem Alltag für einen Tag den Rücken zu zukehren. Wir haben uns frei genommen und uns voller Vorfreude beim ersten Workshop für »Zero-Waste in der Gastronomie« in Hamburg angemeldet. Bei unserem Besuch im Café »in guter Gesellschaft« vor einigen Wochen waren wir neugierig geworden. Der Frenchpress-Kaffee war gut, das Frühstück lecker und das Ambiente einladend - vorallem aber das Konzept überzeugte uns. Denn neben Kaffee, Kuchen & Co. servieren die Café-Besitzerinnen Ina Choi-Nathan und Alana Zubritz die Idee von »Zero-Waste«. Sie wollen ohne erhobenen Zeigefinger erfahrbar machen, dass es auch in der Gastronomie möglich ist, umweltschädlichen Müll zu vermeiden. Wir sind begeistert und viele andere sind es auch.

because earth is beautiful ...

...so begrüßt uns das Motto des Cafés bei Ankunft in der Örtlichkeit auf der Sternenschanze. 13 Teilnehmer haben sich in dem schönen Lokal zusammengefunden, der Andrang war so groß, dass es nun schon eine Warteliste für den nächsten Workshop gibt. Die Teilnehmer kommen aus Hamburg, Flensburg, Kiel, Bremen, Erfurt, Wien und Lübeck. Die Nachricht, dass Hamburg eines der ersten Zero-Waste-Cafés in Deutschland beherbergt, hat sich wohl herumgesprochen. Es ist schön, auf Leute zu treffen, die die gleichen Interessen haben und genauso wie wir unter die Selbstmacher und Müllvermeider gegangen sind.

Mit Zimtschnecken und einer Tasse Kaffee...

... starten wir in den ersten Teil des Workshops - wir sammeln unsere Erwartungen an den Tag und erhalten eine Einführung in das Thema »Zero Waste«

»Zero Waste« - Das geht doch nicht! - Das geht ja wohl!

Doch man muss den Abfall erst einmal sortieren. Schließlich gibt es da Unterschiede. Die große »Null« steht nämlich vor allem vor Plastik, Aluminium und Einwegbehältern. Biomüll hingegen, lässt sich kompostieren und zum Beispiel als Dünger für das eigene Gemüsebeet wieder in den Kreislauf zurückführen. Dieses Prinzip funktioniert nicht nur zu Hause sondern eben auch in der Gastronomie. Alana und Ina verlassen sich bei der Auswahl von Lebensmitteln und Produkten, die später als Speise auf die Karte wandern, auf ein Ampelsystem, das sich auch gut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermitteln lässt. So kann man schnell entscheiden, welche Waren aufgrund Ihrer Verpackung oder dem Abhandensein eben dieser, grün, also top oder rot und somit flop sind. Im Laufe des Tages wird deutlich, dass dieses Prinzip ein wunderbares Instrument ist, um das Café verpackungsfrei und nachhaltig durch ein Meer aus Entscheidungen zu steuern. Wie finde ich die richtigen Lieferanten? Welche Produkte bekomme ich lose? Für welche Produkte kann ich Pfand- und Mehrwegsysteme nutzen oder selbst etablieren? Was kann ich, anstatt es fertig und verpackt zu kaufen, selber machen?

Von Hafer- und Mandelmilch über Marmeladen bis hin zu Senf und Chutneys, selbstgemacht wird »in guter Gesellschaft« das meiste.

Viel mehr als Essen und Trinken

Besonders schön finde ich den Gedanken, dass der Zero-Waste-Leitfaden auf alle Bereiche in der Gastronomie ausdehnbar ist. Denn Café bedeutet ja nicht nur Essen und Trinken. Wunderbar lässt sich das Mobiliar gebraucht auf Flohmärkten zusammen suchen, Gastornomieauflösungen bieten 2nd-Hand-Geräte und -Mobiliar an und diese sind oft deutlich günstiger als die Neuwaren. Und gerade die für das Café essentiellen Geräte, wie z.B. die Baristamaschine, lassen sich leasen. So hält man das Café nicht nur verpackungsfrei sondern auch das Budget überschaubar.

Alana bei der Zubereitung des Kaffees, von Haus aus ist sie nachhaltige Designerin, die Poster im Hintergrund und die Postkarten hat sie selbst entworfen.

Hygiene

Auch das Thema Hygiene spielt in der Gastronomie eine wichtige Rolle, vor dem geistigen Auge erscheinen spätestens jetzt kanistergroße Chemikeulen und Spezialreiniger für diverse Einsatzorte und Materialen. Zum Glück können wir Chlor und Co. beruhigt in den Regalen stehen lassen, denn die Wundermittel im Zero-Waste-Bereich heißen Essig, Natron, Soda und Zitronensäure, sie entkalken, lösen Fett und zaubern Glanz. Für Inspirationen in diesem Bereich gibt es das wunderbare Buch »Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie«, das wir an dieser Stelle empfehlen können.

Finanzen

Beim Thema Businessplan und Finanzen hat Ina Choi-Nathan den Durchblick, sie macht deutlich, dass Gastronomie, ob mit oder ohne Zero-Waste-Konzept, bedeutet, ein Unternehmen wirtschaftlich zu leiten, mit dem Ziel, davon leben zu können. Und so müssen eben auch immer wieder harte Entscheidungen getroffen werden. Wenn das Selbermachen eines Gerichtes zu aufwändig und kompliziert ist, dann muss man sich auch mal dagegen entscheiden und nach Alternativen suchen. Bei allem Idealismus in diesem Bereich, ist es wichtig den Realismus nie aus den Augen zu verlieren.

Dank

Unser herzlicher Dank geht an Ina und Alana für die wunderbare Vorbereitung und Durchführung des Workshops sowie an die sympathischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denen wir viel Glück bei der Umsetzung ihrer Ideen wünschen. Besonderer Dank gilt Lea Jahneke von der Nachhatigkeitsberatung »feiehrlich«, die uns ihre Fotos zur Verfügung gestellt hat.

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